Bühler Schnellschachopen in Beilngries

Am Sonntag fand in Beilngries das Bühler Open statt. Wir Kelheimer beteiligten uns mit 7 Leuten. Constantin und Lena waren mit ihrer schachlichen Leistung zufrieden. Leider fehlten ihnen das Quäntchen Glück um ein gutes Resultat zu erzielen. Julian verlor seine Partien unglücklich und erreichte 3 Punkte. Helmut zeigte große Spielfreude und erreichte 2 Punkte. Martin holte 4,5 Punkte und war sehr zufrieden.

In der Gruppe B erkämpfte sich Moritz starke 4 Punkte. Stefan griff munter an und wurde mit 3 Punkten belohnt. Beide machten in den letzten Monaten große Fortschritte. Prima! Weiter so!

RAPID in Garching

Jedes Jahr am Vatertag kämpfen über 200 Kinder in der Universitätsstadt Garching um Punkte in der bayerischen Rapidwertung. Gespielt werden sieben Runden mit 20 Minuten Bedenkzeit. Von Kelheim waren drei Spieler am Start.

Tim (U12) und Stefan (U16) sammelten erste Erfahrungen auf bayerischer Ebene und konnten auch jeweils eine Partie gewinnen. Luca spielte ein gutes Turnier und sicherte sich vier Punkte. Mit dem 25. Platz von 62 (!) Teilnehmern in der U10 war er sichtlich mehr als zufrieden.

Kelheim gewinnt erneut den “Georg-Böller-Pokal”

Sonntag Nachmittag, kurz nach 16 Uhr: Noch einmal suchen die Kelheimer Schach-Krieger Klaus Frieser und Helmut Kreuzer das Abseits vom Schlachtenlärm um die Krone im diesjährigen Schnellschach-Mannschaftswettbewerb der Oberpfalz, dem “Georg-Böller-Pokal”. Die Situation ist brenzlig: das mannschaftspunktgleiche Team von Bavaria Regensburg 1 hat 1,5 Brettpunkte Vorsprung auf die Kelheimer, bei einem weiteren Sieg der Domstädter ist wohl nichts mehr zu machen im Titelrennen. In den Runden zuvor hatte Kelheim die heuer recht starke Konkurrenz vom TV Riedenburg und eben auch von Bavaria Regensburg in den direkten Vergleichen besiegt und auf Distanz gehalten, nach hochdramatischen und wild umkämpften Begegnungen. Doch gegen die Regensburger Turnerschaft stolperte man mit 1:3, und da sich Verfolger Bavaria außer gegen Kelheim keine Blöße gab, stand man nun mit dem Rücken zur Wand.

Aber ein kleines Fünkchen Hoffnung glomm noch: ein 4:0-Sieg bei einem gleichzeitigen Sieg von Bavaria von nur 2,5:1,5 würde reichen, um punktgleich über die Ziellinie zu gehen und dann auf die Feinwertung hoffen zu können. Also wurde die Losung “Keine Gefangenen!” ausgegeben. Offenbar hatte Schachgöttin Caissa der Unterhaltung der Kelheimer gelauscht, denn was soll man sagen bzw schreiben: Die erhofften Ergebnisse trudelten genau in dieser Form ein, Kelheim besiegte Bad Kötzting mit 4:0 und Bavaria setzte sich gegen RT  mit “nur” 2,5:1,5 durch. Am Ende gelang Kelheim 1 dank der um einen Punkt besseren Buchholzwertung der Sprung auf Platz 1 und somit eine erfolgreiche Titelverteidigung!

In den vergangenen acht Jahren war Kelheim sieben Mal Champion dieses Wettbewerbs, doch die Spieler Conny Blodig, Stephan Gießmann, Helmut Kreuzer und Klaus Frieser waren sich einig, dass heuer der seit langem am härtesteten erkämpfte und natürlich auch mit dem notwendigen Quäntchen Glück errungene Triumph war.

Abgerundet wurde der Kelheimer Titel von Rang 11 der zweiten Mannschaft des Vereins, die sich aus den Jugendlichen Johannes Obermeier, Julian Fritsch, Cornelius Mühlich und Lena Antczak rekrutierte. Zusammen mit Ersatz- und Gastspieler Tobias Brunner (Nittenau) war Kelheim 2 somit die best platzierte Reserve.

OSJ-Cup in Bad Kötzting

Am Samstag spielten unsere Kinder und Jugendlichen beim OSJ-Cup in Bad Kötzting. Dabei waren acht Spieler aus der eigenen Jugend, Lena, Ralf und ich als Gruppenleiter/Schiedsrichter. In der U18 belegten Johannes und Julian den zweiten und dritten Platz. Tobias Schindler holte den zweiten Platz in der U16 und musste sich nur dem erstplatzierten Tobias Brunner aus Nittenau geschlagen geben. Corni konnte seine Schnellschachsiegesserie leider nicht vorsetzten, muss aber mit 4:3 Punkten den Kopf auch nicht in den Sand stecken. Moritz erreichte in der U14 sein Ziel von 3 Punkten. In der U12 konnten Jakob und Lukas jeweils drei Runden für sich entscheiden. Tim gewann zwei Partien.

Ich danke meinem Bruder Martin für’s fahren der Kelheim Jugendlichen und Julian für die nette Grillparty die er danach noch geschmissen hat! Das Wetter war zwar vielleicht nicht ideal, aber die Stimmung war bestimmt trotzdem super!

Grandioser Saisonabschluss für den SKK

In der 9 und letzten Runde am letzten Sonntag trafen die fünf Teams des Schachklubs Kelheim, teils im Kampf um den Aufstieg, auf ebenbürtige Gegner.
Die erste Mannschaft lieferte schon die ganze Saison über bemerkenswerte Ergebnisse, was dazu führte, dass bereits vor dem letzten Spieltag ihr Aufstieg feststand! Dennoch gaben sie im letzten Match gegen den SK Klingenberg 1, der fast in Bestbesetzung antrat, noch einmal alles. Nach baldigem Unentschieden von Klaus Frieser forcierte Constantin Blodig spektakulär einen Sieg. Den präsize geführten Angriff leitete der Jugendleiter mit einem Figurenopfer ein, und führte ihn über 15 Züge bis zum Matt fort.
Nach 4 Stunden endeten zwei weitere Partien relativ ereignislos Unentschieden. Fritz Eichenseer sicherte sich zu Beginn der Partie einige Vorteile, die ihm später dazu verhalfen, eine komplette Figur und letztendlich die Partie zu gewinnen. Eine Niederlage und ein Unentschieden sorgten dafür, dass das Match doch nicht ganz so klar an Kelheim ging, sondern mit einem Zwischenstand von 4-3 vom Spitzenbrett abhing. Der Gegner von Prof. Dr. Martin Kreuzer entschied sich schon früh für unkonventionelle, aggressive Spielweise, wogegen sich Kreuzer jedoch solide verteidigte und in ein ungewöhnliches Endspiel abwickelte. Auch dies spielte er mit äußerster Genauigkeit und rette sich in das wichtige Unentschieden. Nach diesem 4,5-3,5 – Sieg ist es offiziell: Der SKK rückt in die Oberliga vor! Erster Vorstand und Mannschaftsführer Helmut Kreuzer ist ebenfalls angetan von dem Aufstieg:

Nur dank dem hohen Engagement und Teamgeist der einzelnen Spieler war ein solcher Erfolg möglich. Für den Verein ist es eine Ehre, nach fast 12 Jahren wieder in der höchsten bayrischen Liga antreten zu dürfen.

In der Mitte der ersten Liga der Oberpfalz fand sich die zweite Mannschaft wieder. Gegen den SC Eulenspiegel Regensburg, der noch gegen den Abstieg ankämpfte, waren sie an den vorderen 6 Plätzen nominell klar schlechter. Dennoch erreichten Brett 2 und 6 bald Unentschieden. Eine Niederlage glich Dr. Gernot Schindler kurz darauf durch langsames und solides Spiel mit einem Sieg wieder aus, was nach einem weiteren Remis zu einem 3-4 – Zwischenstand führte. Somit lag es an Dr. Reinhard Grafl, am Spitzenbrett zu gewinnen, doch nach hartem Kampf reichte es gegen den zähen Gegner nur zum Unentschieden. Somit endete dieses Match knapp 3,5-4,5 gegen die Kelheimer. Am Ende reicht es für Rang 6, was, in Anbetracht der starken Konkurrenz, voll ausreicht.

Zum Saisonabschluss trat Kelheim III gegen die sehr starke zweite
Mannschaft von Bavaria Regensburg an. Durch eine Niederlage zu Anfang lies sich das junge Team nicht einschüchtern. Am Spitzenbrett gewann Max Eibl überzeugend, und auch das aufstrebende Talent Lena Antzcak spielte ihren Gegner souverän aus. Zwei  umkämpfte Unentschieden später entschied Topmann Tobias Schindler am dritten Brett die Partie bemerkenswert für sich und sicherte das Mannschaftsremis. Ein Unentschieden und dann der Sieg durch den Mannschaftsführer Thomas Karl machten den Triumph komplett. Mit 14-4 Punkten erreicht die dritte Mannschaft den zweiten Platz in dieser enorm starken Liga. Welch ein Erfolg für die engagierten Spieler! Mannschaftsführer Karl lobt selbst:

“Ich möchte mich bei allen
meinen Teamkollegen für ihren vorbildlichen Einsatz bedanken. Ich kann mit Recht behaupten, dass mir bisher noch nie eine Saison so viel Spaß gemacht hat.”

 

Wer glaubt, dass die Kelheimer wohl kaum noch mehr Errungenschaften erlangen können, hat noch nicht die Geschichte der vierten Mannschaft gehört. Nachdem Mannschaftsführer Max Rösch die Gruppe vor zwei Jahren übernahm, stieg sie mit Neuzugängen schnell auf, und auch diese Saison schafft sie das Weiterkommen und schließt zur dritten Mannschaft auf! Im letzten Kampf gegen Regensburger Turnerschaft 3 durften sie nur nicht verlieren. Nachwuchsspieler Julian Fritsch und Cornelius Mühlich wirkten dem entgegen, indem sie ihre Gegner schnell und überzeugend besiegten. Die restlichen vier Bretter blieben alle auf ihre Weise unklar. Um ungünstige Komplikationen zu vermeiden, schlossen Johannes Obermeier und Daniel Fuchs kurz darauf Unentschieden, was zum Mannschaftsremis reichte. Eine Niederlage später krönte Johannes Müller das Ergebnis. Sein Gegner musste nach passivem Start Bauern opfern, um Gegenspiel zu bekommen, welches aber nicht ausreichte, um Müller ins Wanken zu bringen. Mit 2 Bauern mehr gewann er das Endspiel leicht. Somit steht es fest: Die vierte Mannschaft steigt auf und spielt nächstes Jahr in der Bezirksliga Süd! Mit starken Neuzugängen bleibt die Hoffnung, einen legendären Dreifachaufstieg zu schaffen, in greifbarer Nähe.

Bayerische Jugendeinzelmeisterschaften 2015

Vom 6.4. bis zum 10.4. 2015 fand in Bad Kissingen die Bayrische Jugendeinzelmeisterschaft (BJEM) statt. Zwei Kelheimer Jugendliche qualifizierten sich, ein Spieler nahm an dem offenen U25 – Turnier teil, und ein Teil der Jugendleiter übernahm Betreuung und Turnierleitung.

Auf dem Qualifikationsturnier bewies Nachwuchstalent Tobias Schindler bereits, dass er es mit den besten Jugendspielern der Oberpfalz aufnehmen konnte. Die Bayrische U16- Meisterschaft war jedoch enorm stark besetzt. Trotzdem hielt Tobias in meist 5 Stunden dauernden Kämpfen den nominell besseren Gegnern stand und spielte vorne mit. In der letzten Runde hatte er die Chance, durch einen Sieg gegen den späteren Gewinner der Altersklasse noch unter die ersten Drei zu kommen, woran er aber knapp in Zeitnot scheiterte. Dennoch ist Platz 8 in diesem Teilnehmerfeld durchaus ein Erfolg. Bemerkenswert ist, wie der junge Spieler meist über mehrere Stunden hinweg seine Partien konzentriert zu Ende führt. Wenn er sich weiter so entwickelt, ist ihm ein Titel auf bayrischer Ebene fast sicher.

Es war die erste bayrische Meisterschaft für Johannes Obermeier, und er war auf der Setzliste in der  hinteren Hälfte zu finden. Nach einem ungünstigen Start mit 2 Remis und 2 Niederlagen schaffte er ein kleines Comeback und erreichte immerhin 3,5 Punkte aus sieben Runden und war damit im Mittelfeld auf Platz 13. Spaß hat es Johannes aber auf jeden Fall gemacht, er meint selbst:

Für mich war es eine tolle Erfahrung, an einer Bayrischen Meisterschaft teilzunehmen und viele neue Leute kennenzulernen. Schade, dass dies schon meine letzte Teilnahme war, ich würde gerne nochmal mitspielen!

 

Nachdem Julian Fritsch nur knapp an der offiziellen Qualifikation für seine Klasse gescheitert war, nahm er an dem offenen U25 – Turnier teil.  Im Turnier konnte er nicht seine normale Spielstärke aufbringen und belegte nur den sechsten Platz. Sein Können stellte er aber im einem abendlichen Nebenturnier im Tandem, bei welchem Teams von 2 Spielern aufeinandertreffen, trotzdem unter Beweis, dort erreichte er im Team mit Tobias Schindler souverän den ersten Platz .

Viele Kelheimer wirkten bei der Turnierleitung mit, welche sich neben organisatorischen Aufgaben auch um die Betreuung der jüngeren Kinder kümmert. Dabei waren Constantin Blodig, Lena Antczak, Simon Pernpeintner und Ralf Käck. Ohne ein gutes Team kann eine Meisterschaft nicht stattfinden, danke auch hier für die Hilfe! Alles in allem ein sehr tolles und für Jugendliche empfehlenswertes Turnier !

Kelheimer erklimmen das Siegertreppchen

Mit gleich 11 begeisterten Spielern nahm der Schachklub Kelheim an der diesjährigen Oberpfälzer Schach-Einzelmeisterschaft, die vom 28.03. bis zum 31.03. in Schwandorf stattfand, teil. Das Turnier ist in 3 verschiedene Meisterklassen, nach Spielstärke sortiert, aufgeteilt, wobei nur die erste Gruppe um den Titel des Oberpfalzmeisters spielt. Nach 8 Runden voll fesselnder Partien gingen gleich 3 Titel an Kelheim.

Max Eibl spielte das ganze Turnier vorne mit, doch am Ende wurde es nochmal knapp. Für den ersten Platz musste er seinen eigenen Vereinskameraden Johannes Müller schlagen. Das spannende Match wurde bis zur letzten Sekunde ausgefochten, doch Eibl musste sich mit einem Unentschieden zufrieden geben, welches nur zum dritten Platz in der Oberpfalz reichte. Das Publikum brach trotzdem in Applaus über die harte, ausgekämpfte Partie aus.

Constantin Blodig spielte ein durchgehend solides und überzeugendes Turnier, verlor kein einziges Match und belegte unter dem starken Teilnehmerfeld souverän den zweiten Platz. Bei den Damen konnte Lena Antczak den letzten Kampf gegen die direkte Titelkonkurrentin leider nicht für sich entscheiden, wurde aber Zweite bei dem ungewöhnlich großen Teilnehmerfeld, was immer noch für die Teilnahme an der Bayrischen Dameneinzelmeisterschaft ausreicht.

Johannes Müller wurde nach dem Remis Achter, was beachtlich dafür ist, dass er zum ersten Mal in der ersten Klasse mitspielte und nominell knapp 200 Punkte hinter seinen Gegnern war. Holger Seidenschwarz belegte den 9, Heinrich Maurer den 15. Platz. Bester Kelheimer der zweiten Meisterklasse wurde Johannes Obermeier auf Platz 8, vor Tobias Schindler auf Platz 11 und Cornelius Mühlich auf Platz 23.

Auf Rang 7 qualifizierte sich Max Rösch in der dritten Meisterklasse für den Aufstieg in die nächsthöhere Gruppe, Julian Fritsch wurde 16ter. Robin Lindner spielte sein erstes Turnier sehr schön und erreichte gleich auf Anhieb 2,5 Punkte.

Für alle Kelheimer war die OSEM ein großes Vergnügen, und die Vorfreude auf das nächste Jahr, wo der SKK dieses historische Meisterschaft ausrichten darf, ist groß.

Kelheimer Nachwuchs erfolgreich

Die erste Jugendmannschaft kämpfte diese Saison um den Aufstieg zurück in die Bayernliga. Vor der letzten Runde belegten sie Platz 2, doch die Konkurrenten waren dicht hinter ihnen.
Zuerst spielte das Team gegen den SK Kriegshaber. Stammspieler Julian Fritsch musste sich an Brett 1 bald gegen den enorm starken Gegner geschlagen geben, doch die anderen Bretter standen chancenreich für Kelheim. Der Gegner des Johannes Obermeier schob verfrüht seine Bauern nach vorne, was seine Stellung unnötig schwächte. Dies gab Obermeier die Möglichkeit die gegnerischen Figuren durch ein Opfer auf ungünstige Positionen zu lenken und die Figur mit 2 Bauern zurück zu gewinnen, welche letztendlich für den Sieg ausreichten. Lena Antczak bewies, dass sich die ausgiebige Vorbereitung auf diesen Kampf ausgezahlt hat, indem sie das ganze Spiel besser stand, zwei Figuren gewann und den Gegner überzeugend Matt setzte. Somit lag es an Tobias Schindler, den Sieg vollständig zu machen. In einem langsamen Kampf provozierte Schindler einige Schwächen zwischen den Bauern des Gegners. Das erlaubte ihm, einen Läufer hinter die feindlichen Reihen zu schmuggeln, welcher zwei Bauern gewann, die dann den Kampf entschieden. Der 3-1 – Sieg war ein wichtiger Schritt zum zweiten Platz.

Im zweiten Kampf gegen den SK Klosterlechfeld standen die Jugendlichen nominell stärkeren Gegnern gegenüber. Fritsch spielte eine gute Partie, übersah jedoch eine trickreiche Kombination des Gegners und musste sich geschlagen geben. Während sein Gegner Zeit auf der einen Seite des Bretts verschwendete, um Bauern anzugreifen, leitete Obermeier einen starken Königsangriff ein. Der andere Spieler musste einsehen, dass er die gewonnenen Figuren zurück geben muss, um nicht Matt gesetzt zu werden. Obermeier verblieb mit der besseren Stellung und beendete die Partie kurz darauf mit einer Mattkombination. Antczak zeigte, dass sie die bessere Schachspielerin war, indem sie das ganze Spiel über eine dominante Stellung behielt. Sie beendete den Kampf mit einem taktischen Trick: Der Läufer opferte sich, um den König von der Seite der Dame abzulenken. Nachdem diese geschlagen wurde, verblieb der König an den Rand gedrängt und war leichte Beute für den Turm, der das Matt vollstreckte. Und wieder lag es an Tobias, ein Unentschieden zu erreichen. Dieser entschloss sich in der ausgegichenen Stellung für den Sieg zu kämpfen. In einem langen Kampf gewann Schindler einen Bauern, doch die Zeit wurde knapp. Mit nur 10 Sekunden auf der Uhr bot er dem Gegner ein Unentschieden an. Obwohl dieser nun eine Chance auf den Sieg hatte, nahm er das Angebot mit wahrem Sportsgeist an. Nach dem 2,5 zu 1,5 Sieg belegt die U20 – Mannschaft den zweiten Platz in der Liga!

Kelheim spielt in der höchsten Liga mit!

Zwei Kelheimer Schachmannschaften steigen wahrscheinlich in die nächsthöchste Liga auf, das Jugendteam wird Zweitplatzierter.

Nach dem vorletzten Spieltag stehen für die Kelheimer Teams bereits fast alle Ergebnisse fest. Die erste Mannschaft traf auf den SC Bamberg. Das Brett eins musste sich nach einem Doppelangriff des Gegners geschlagen geben, und gleich vier weitere Partien endeten in ausgeglichenen Stellungen früh unentschieden. Dafür waren die restlichen Kämpfe umso spannender. Jugendtrainer Constantin Blodig fand eine Schwäche im gegnerischen Aufbau und opferte entschlossen eine Figur für einen Angriff, der 5 Bauern, die Dame und letztendlich die Partie gewann. Klaus Frieser geriet früh mit einem Bauern in Führung, wonach sein Gegner sich für einen waghalsige Belagerung seines Königs entschied. Dies verteidigte Frieser mit Leichtigkeit und verwandelte seinen Materialvorteil in einen Sieg. Den letzten Punkt holte Michael Singer mit einer List, dem sogenannten “Doppelschach”: Wird der König “Schach” gesetzt, kann der Gegner ihn wegziehen, den Angreifer schlagen, oder eine andere Figur schützend vor den König ziehen. Bedrohen aber zwei Figuren den König gleichzeitig, hat er keine andere Wahl, als vor dem Feind zu flüchten. Kann er das nicht, ist er Schachmatt, was den Gegner von Singer etwas überrascht erreilte.Nach diesem 5:3 – Sieg fügten sich alle anderen Ergebnisse so, dass Kelheim der zweite Platz in der Landesliga Nord nicht mehr zu nehmen ist. Und das sogar vor deb letzten Spieltag! Da der Erstplatzierte warscheinlich nicht aufsteigen wird, hat Kelheim nach 12 Jahren endlich die Chance, aus eigener Kraft in die höchste bayrische Liga, die Oberliga, aufzusteigen. Was für ein Erfolg! Der Vorstand des Schachklubs, Helmut Kreuzer setzt selbst Akzente: “Ich möchte besonders die tolle mannschaftliche Geschlossenheit und den vorbildlichen Einsatz aller Spieler für ihre Mannschaft hervorheben, nicht nur heute, sondern eine ganze lange Saison lang!”

Gegen den starken Gegner TSV Neutraubling musste sich die zweite Mannschaft leider 3 – 5 geschlagen geben. Doch das Team befindet sich im sicheren Mittelfeld, die letzten Mannschaftskämpfe werden nicht mehr zu einem Auf – oder Abstieg führen können. Dennoch wurden die Partien konzentriert und ergeizig gespielt, auch wenn sie keinen Einfluss auf das Endergebnis hatten.

Einen überzeugenden Sieg legte die dritte Mannschaft gegen den SC Bavaria Regensburg 3 hin. Nach einem kurzfristigen Ausfall trat die Truppe nur zu siebt an, wodurch sich die Spieler nicht entmutigen ließen. Deutlich bezwangen sie die Regensburger mit 5 Siegen und ohne eine Partie Unentschieden zu lassen. Mit dem 5-3 Sieg hat die Mannschaft am letzten Spieltag noch die Chance, gegen die zweite Mannschaft von Bavaria Regensburg im direkten Duell den zweiten Platz in der Liga zu holen, Vierter sind sie aber auf jeden Fall. Topspieler Stephan Gießmann erklärte das Ergebnis: ” Die Mannschaft ist so stark, die braucht keine 8 Mann, um zu gewinnen.”

Das Match der vierten Mannschaft gegen den SK Laaber war für die Kelheimer Vierte gleichzeitig ein Kampf um den Aufstieg, ein Unentschieden reichte aus. An Brett 1 verlor Johannes Müller recht zügig, was allerdings die erste Niederlage in der ganzen Saison war. Kurz darauf gewann Helmut Tautz geschickt einen Turm, nachdem dieser nicht wegfahren konnte, weil sonst der König Schach gestanden wäre. Die restlichen Partien endeten alle fair Unentschieden. Das 3-3 reicht fast sicher, da die Punktnahen Mannschaften Laaber und Dietfurt wahrscheinlich nicht aufsteigen wollen, und der Rest der Liga Kelheim nicht mehr aufholen kann. Ein bewundernswerter Erfolg, dafür dass die Vierte erst diese Saison aufgestiegen ist!